Sollten Christen in Häusern wohnen?

Heutzutage leben viele Menschen in Häusern. Es gibt Häuser aus Holz, Stein, Lehm und anderen Materialien. Doch ist das Gott wohlgefällig? Sollten Anbeter Gottes in Häusern wohnen?

Der Apostel Paulus fordert uns auf: „Werdet Nachahmer Gottes“ (Epheser 5:1). Und „der Höchste wohnt nicht in Häusern“ (Apostelgeschichte 7:48). Vielmehr erwähnt die Bibel „das Zelt Gottes“ (Offenbarung 21:3). Auch sein Sohn, Jesus Christus, hatte kein Haus, denn er sagte: „Der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann“ (Matthäus 8:20).

Interessanterweise hatten die Apostel zwar die verschiedensten Berufe, aber keiner von ihnen war am Bau von Häusern beteiligt. Paulus war vielmehr „Zeltmacher“ – bedeutet dass, dass Christen nicht in Häusern, sondern in Zelten leben sollten? (Apostelgeschichte 18:3).

Ja, das ist offensichtlich der Fall. Die erste Stadt – und somit wohl auch das erste Haus – wurde von Kain, einem Mörder, errichtet (1. Mose 4:17). Die Bibel berichtet auch vom „Haus Baals“ und vom „Haus Dagons“ (2. Könige 10:21; 1. Samuel 5:2). Das zeigt, dass das Bauen von Häusern ein heidnischer Brauch ist, der eng mit der falschen Anbetung im Zusammenhang steht.

So, wie Gottes Diener der alten Zeit sich immer wieder in die Anbetung Baals verstrickten, so sündigten sie auch immer wieder durch den Bau von Häusern. Doch Jehova wies sie immer wieder durch seine Propheten zurecht: „Wehe denen, die Haus an Haus fügen! … Vor meinen Ohren hat Jehova der Heerscharen geschworen, daß viele Häuser, obwohl große und gute, direkt zum Gegenstand des Entsetzens werden, ohne Bewohner“ (Jesaja 5:8, 9).

Aufgrund der Ermahnungen erinnerten sich viele Israeliten an das Beispiel Abrahams, der aus seinem Haus in Ur auszog, „um fortan in Zelten zu leben“ (1. Mose 13:18; Der Wachtturm, 1. September 1995, Seite 9). Auch der gerechte König Josia handelte entschlossen: „Alle Häuser … beseitigte Josia“ (2. Könige 23:19).

Doch so oft sie zu Jehova umkehrten, so oft kehrten die Israeliten auch zur falschen Anbetung und – in Verbindung damit – zum Bauen von Häusern zurück. Jehova ließ sie zur Strafe ins Exil nach Babylon gehen, und sie kamen 70 Jahre später als geläutertes Volk zurück. Noch später baute Nehemia mit Jehovas Hilfe die Mauer Jerusalems wieder auf. Über die Zeit, in der die Israeliten Jehova treu ergeben waren, schrieb er: „Nun war die Stadt geräumig und groß, und es waren wenig Leute darin, und da waren keine Häuser gebaut“ (Nehemia 7:4).

Jehova wollte offensichtlich nicht, dass die Israeliten die Bräuche der heidnischen Nachbarnationen nachahmten und Häuser bauten. Da er wusste, dass sie später jedoch wieder in die Abtrünnigkeit verfallen würden, ließ er durch seinen Propheten Jesaja vorhersagten: „Auch werdet ihr die Häuser niederreißen“ (Jesaja 22:10).

Diese Prophezeiung erfüllte sich im ersten Jahrhundert an den ersten Christen. „Alle, die Besitzer von … Häusern waren, verkauften sie“ (Apostelgeschichte 4:34). Sofern wir in einem Haus wohnen, sollten wir ebenfalls unverzüglich ausziehen und das Haus, falls es uns gehört, verkaufen. Gemäß Jesu Worten ist das eine unabdingbare Voraussetzung, um ewiges Leben zu erlangen, denn er sagte: „Der um meines Namens willen Häuser … verlassen hat … wird ewiges Leben erben“ (Matthäus 19:29).

„Die kurze Zeit vor Harmagedon“ sollten wir wie Abraham in Zelten verbringen, die wir beispielsweise auf einem christlichen Campingplatz aufstellen können, auf dem keine unverheirateten Paare geduldet werden (Der Wachtturm, 15. Dezember 1974, Seite 757). Dann werden wir in der neuen Welt „gewiß Häuser bauen und sie bewohnen“ dürfen (Jesaja 65:21).

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Ein Gedanke zu „Sollten Christen in Häusern wohnen?

  1. Predrag

    Ich besitze 2 Zelte. Mein Haus verkaufe ich schon seit mehr als 5 Jahren, doch es hat sich bisweilen kein Käufer gefunden. Sind denn alle in meiner Umgebung ZJs geworden??? :-))

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